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  • AutorenbildMartha

Serviettenknödel

Die wahre Knödelkönigin in unserer Familie ist unbestritten Rosi. Sie hat sich stundenlang in die Materie eingearbeitet und hat hohe Ansprüche an die Fluffigkeit dieses Gaumenschmauses. Sie kann Euch einen Kürbisknödel in Parmesanbutter zaubern, dass Ihr aus dem Staunen gar nicht mehr herauskommt

Man muss aber zugegeben, dass ich in der Sparte des Serviettenknödels ein ganz wunderbares Rezept entdeckt habe, das hervorragend zu jeglichem Festschmaus passt. Rosi kann immer gar nicht fassen, wie fest ich diesen Knödel in das Geschirrtuch wickle. Um hier keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, habe ich in der Beschreibung extra ein Foto eingefügt, auf dem man erkennen kann, dass man beim straffen Wickeln keine Gnade walten lassen sollte



Zutaten für 4 Personen:


100g gewürfelter Speck

1 Bund Petersilie

400ml Milch

500g Brötchen vom Vortag

ca. 10 Walnusshälften

6 Eier

Muskatnuss

Salz


 

Zubereitung:

Lasse den gewürfelten Speck etwa 5 Minuten in einer Pfanne sanft aus. Hacke die Petersilie und dünste sie kurz mit an. Stelle die Pfanne beiseite.

Erhitze die Milch vorsichtig, sodass sie schön heiß ist, aber nicht kocht. Ziehe das Töpfchen vom Herd.

Würfle das Knödelbrot und gib es in eine große Schüssel. Mische Speck und Petersilie darunter. Zerbreche die Walnüsse und mische sie mit in den Teig. Jetzt gibst Du die Eier dazu, vermischst alles grob und kippst dann die Milch mit in die Schüssel. Würze mit Salz und Muskatnuss. Nun ist gut Mischen angesagt! Bei einem befreundeten italienischen Koch habe ich gesehen, dass er solche Teige besonders gut vermischt, indem er mit seiner Faust stampfend-drehende Bewegungen macht.

Diese Mischung darf mindestens 10 Minuten ruhen. Das Brot saugt sich in dieser Zeit voll. Bringe währenddessen einen sehr großen Topf mit Salzwasser zum Kochen. Dann muss der Knödelteig nochmal ordentlich geknetet bzw. gestampft werden. Du wirst dabei eine deutlich geschmeidigere Konsistenz feststellen, als vor der Ruhephase.

Breite ein Geschirrtuch auf der Arbeitsfläche aus, gib die Knödelmasse darauf und forme einen festen Laib. Er soll beim Kochen ja schließlich nicht auseinanderfallen.

Rolle die Knödelmasse nun sehr straff in das Geschirrtuch und binde es an beiden Seiten zu.



Hier siehst Du, dass der Knödel in diesem Zustand wie eine kleine Presswurst aussieht. Genau so muss das sein!


Lege die Knödelrolle in das kochende Salzwasser und lasse sie bei schräg aufgelegtem Deckel und mittlerer Hitze etwa 30 Minuten sieden (falls Du nur das halbe Rezept machst, reichen 20 Minuten).

Nimm den Knödel vorsichtig aus dem Topf und taste seine Konsistenz. Wenn er fertig ist, fühlt er sich prall-elastisch an.

Öffne die Bändchen und wickle den Knödel aus. Sei aber vorsichtig, das Geschirrtuch ist natürlich sehr heiß!

Lege ihn auf eine schöne Platte und schneide ihn in Scheiben.


 

Ein Tipp für Knödelkönige


Das verwendete Brot ist natürlich entscheidend für das Ergebnis. Ich habe hier Kürbiskernbrötchen und Laugenhörnchen verwendet. Ein paar Gramm Brot haben dann noch gefehlt, da habe ich einfach ein bisschen Mischbrot mit hineingeschnitten, um kein Konsistenzproblem zu riskieren

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